Ratgeber · 5 Min. Lesezeit

Berufskleidung hygienisch aufbereiten: Was Betriebe wissen müssen

Waschen bei 30 Grad zu Hause erfüllt keine Hygieneanforderung – und kostet Schutzkleidung ihre Funktion. Was in der Praxis zählt.

Berufskleidung ist Arbeitsmittel, nicht Privatkleidung. Sobald Kleidung im Betrieb verschmutzt wird – mit Öl, Farbe, Lebensmitteln, Keimen oder Staub – trägt der Arbeitgeber die Verantwortung für ihre Reinigung. Das private Waschen zu Hause ist in vielen Branchen deshalb nicht nur unpraktisch, sondern schlicht nicht zulässig.

Warum die Haushaltswaschmaschine nicht ausreicht

  • Temperatur und Einwirkzeit sind nicht reproduzierbar – Hygiene lässt sich damit nicht belegen.
  • Verschmutzungen aus dem Betrieb gelangen in die Privatwäsche der Familie.
  • Warnschutz, Flammschutz und Nässeschutz verlieren durch Weichspüler, Trockner und falsche Temperaturen ihre Wirkung.
  • Es gibt keine Dokumentation, wenn ein Prüfer oder Kunde nach dem Aufbereitungsprozess fragt.

Was wir im Prozess anders machen

Wir trennen Warenströme nach Verschmutzungsart und Branche, fahren definierte Waschprogramme mit festgelegter Temperatur und Chemiedosierung und trocknen materialgerecht. Anschließend wird jedes Teil kontrolliert: fehlende Knöpfe, defekte Reißverschlüsse, gerissene Nähte und beschädigte Reflexstreifen gehen in unsere eigene Schneiderei, statt aussortiert zu werden.

Schutzkleidung braucht besondere Sorgfalt

Bei Warnschutzkleidung entscheidet die Reflexfähigkeit über die Schutzwirkung, bei Flammschutz die unbeschädigte Faserstruktur. Solche Teile werden mit reduzierter Mechanik und ohne funktionsschädigende Zusätze aufbereitet und regelmäßig auf sichtbare Schäden geprüft. Ist die Schutzfunktion nicht mehr gegeben, sagen wir es Ihnen – ein Austausch ist dann günstiger als ein Arbeitsunfall.

Branchen mit erhöhten Anforderungen

  • Lebensmittelverarbeitung und Gastronomie: getrennte Warenströme, hohe Waschtemperaturen, kurze Wechselintervalle.
  • Handwerk und Bau: kräftige Verschmutzungen, Warnschutz, häufige Reparaturen.
  • Pflege und Gesundheit: Wechsel arbeitstäglich, dokumentierte Aufbereitung.
  • Hotel und Büro: repräsentatives Erscheinungsbild, gleichbleibendes Finish.

Wie viele Garnituren pro Mitarbeiter?

In der Praxis bewährt sich ein Bestand von drei bis fünf Garnituren pro Mitarbeiter: eine im Einsatz, eine im Schrank, die übrigen im Umlauf. Bei arbeitstäglichem Wechsel oder starker Verschmutzung planen wir entsprechend mehr ein. Über das digitale Teil-Tracking sehen wir jederzeit, welches Teil bei wem, im Umlauf oder in Reparatur ist.

Feste Touren statt Sammeltermine

Wir holen im festen Rhythmus in Ihrem Betrieb ab und liefern sortiert nach Mitarbeiter zurück – in Zwickau und Umgebung. Der Berufskleidungsservice läuft unter Thieme.ProCare; Firmenkunden erhalten Spezialpreise, die wir auf Ihren Bedarf kalkulieren.

Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Textilpflege Thieme GmbH & Co. KG, Zwickau

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